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Digitale Satellitenreceiver eignen sich zum Empfang aller freien digitalen Programme von ARD und ZDF. Der Galaxis kann als erster Universaldecoder darüber hinaus auch den ARD Online-Kanal sowie die elektronischen Programmführer von ARD und ZDF auf den Bildschirm zaubern. Einen begabteren Darsteller von Digital-TV als den Universal-Decoder von Galaxis hat's bislang noch nicht gegeben.
Seit rund drei Jahren flimmert Fernsehen in Deutschland digital. Doch mit Begriffen wie Set-Top-Box, d-box oder Free-to-Air-Receiver wissen nur die wenigsten etwas anzufangen. Digital-TV einen Namen machen, das wollen jetzt die Lübecker Sat-Spezialisten von Galaxis. Zu diesem Zweck präsentieren sie den ersten Universaldecoder, der einfach alles einfängt, was digitales Fernsehen zu bieten hat, und der mit einem attraktiven Preis den Einsteig in die neue Welt nochmals leichter machen soll. Sein Name: IQG.1.
Das nur knapp 1000 Mark teure Multitalent kann nicht nur - wie die Kollegen d-box oder Free-to-Air-Receiver - alle freien digitalen TV- und Radio-Programme empfangen. Der Galaxis öffnet auch den Online-Kanal, den Electronic Program Guide EPG und die Lesezeichen der ARD. Schaltet man den IQG.1 zum ersten Mal ein, grüßt er mit einem freundlichen "Hello" und verlangt - sofern vorhanden - nach einer aktuellen System-Software (siehe auch Kasten unten). Anders als die d-box kann er feststellen, ob es eine neuere Variante gibt als die, die er gerade benutzt.
Die System-Software ist auch der Schlüssel zu einer Vielfalt an Zusatzinformationen und -diensten, die das analoge Fernsehen niemals bieten könnte. Erst die Software ermöglicht, daß der IQG.1 zum Beispiel die Infopakete des elektronischen Programmführers EPG der ARD überhaupt darstellen kann.
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Auf den Punkt gebracht: Zu jeder Sendung bietet der EPG eine Inhaltsbeschreibung, und manchmal sogar ein Bild. |
Absolut neu und einmalig ist das Lesezeichen, dessen Dienste sich derzeit auf die Programme des ARD- oder ZDF-Angebots beschränken. Eine Fülle von Informationen steuert der Online-Kanal des ARD-Repertoires bei. Er bringt Texte, Fotos und Grafiken zu vorgegebenen Themen auf den Schirm, die mit Reportagen oder Musik akustisch untermalt werden. Im Aufbau ähneln die Darstellungen des Online-Dienstes den Infoseiten des Internet.
Wegweisende Aufgaben leistet dabei der sogenannte Navigator des IQG.1. Er führt den Zuschauer durch die verschiedenen Bouquets, listet Fernseh- und Radioprogramme nach Anbietern geordnet auf und führt in das Setup-Menü. Hier lassen sich die Grundeinstellungen des Galaxis vornehmen und das Update der System-Software aktivieren.
Als Steuerorgan dient eine Fernbedienung, deren Tasten Galaxis farbenfroh gestaltete. Per Knopfdruck legt der Navigator los, erscheint die elektronische Programmzeitschrift oder gelingt es mühelos, einzelne Menüpunkte und Seiten des Online-Kanals aufzurufen.
Gute Dienste leistet auch die "Sound"-Taste. Mit ihr lassen sich die verschiedenen Tonfassungen eines Films anwählen, wenn er etwa im Zweikanalverfahren gesendet wird. Ohne diesen Tonmeister wäre babylonisches Sprachgewirr programmiert. Denn dem Satellitenfernsehen fehlt ein unhörbarer Pilotton, den terrestrische Programme, mit sich tragen. Dieser kleine Helfer läßt Fernseher automatisch auf die synchronisierte, meist deutschsprachige Fassung umschalten.
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Unbekannte Welt: Völlig neue Tasten (EPG, Navigator, Lesezeichen, Infobox) auf der Fernbedienung sind der Schlüssel zu unbekannten digitalen Fernsehwelten. |
Gezielte Auswahl tut auch bei einigen Radiosendern not, die bis zu 15 Programme auf einem Sendeplatz übertragen. Auf eine Senderkennung muß man bei dieser Vielfalt zwar verzichten, dafür bringt der Galaxis- Decoder beim Radiohören farbenfrohe Bilder auf den TV-Schirm. Etwas verwirrend gestaltet sich hingegen die Programmumschaltung. Während im Fernsehbetrieb die Tasten mit der Bezeichnung P+ und P- den Programmwechsel steuern, wählt man im EPG das gewünschte Programm über die mit Pfeilen versehenen Knöpfe aus und schaltet per OK-Taste um. Gewöhnungsbedürftig ist auch, daß Menüs oder Einblendungen stets ausgeblendet werden müssen, bevor sich neue Informationen aufrufen lassen.
Die bahnbrechende Neuheit im Galaxis IQG.1 heißt jedoch Common Interface. Es wird vor allem in Zukunft den Universaldecoder noch flexibler und leistungsfähiger machen. Schon heute sind verschiedene Common-Interface-Module erhältlich, mit denen Programmpakete ausländischer Pay-TV-Anbieter zu empfangen sind. Ingenieure arbeiten derzeit an weiteren Steckkarten, die Speichermedien digitaler Fotokameras auslesen können, die Box zur Spielekonsole à la Gameboy oder Playstation werden lassen oder ihr einen zweiten "Tuner" für Kabelfernsehempfang bieten - bei Set-Top-Boxen Front-End genannt. Um die vielen Module nicht ständig austauschen zu müssen, hat Galaxis seiner Box gleich zwei Common-Interface-Plätze hinter der Frontblende spendiert.
Großzügig bestückt ist auch die Rückwand des IQG.1. Außer den standardmäßigen Scartbuchsen bietet der Galaxis als einer der wenigen Digitalempfänger auch einen eingebauten Modulator. Dessen Sendekanal läßt sich komfortabel via Bildschirmmenü einstellen. Eine weitere Rarität bei Satellitenempfängern sind Cinchanschlüsse für die Ton- und Bildübertragung. Hier finden vor allem Surroundreceiver Anschluß, denen Scartbuchsen fehlen.
Sehr anwenderfreundlich sind auch die zwei F-Buchsen des Galaxis-Decoders. Sie vereinfachen den Anschluß und ersparen eine zusätzliche Umschaltbox, wenn etwa ein weiterer Receiver an einem gemeinsamen Sat-Anschluß hängt. Bis zu vier Antennen mit Universal-LNB lassen sich dank Diseqc 1.0 mit dem Galaxis IQG.1 über das vorhandene Satellitenanschlußkabel ansteuern.
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Artenvielfalt: Die Vielzahl und die unterschiedlichen Arten von Buchsen lassen so gut wie keinen Anschlußwunsch offen. |
Nicht ganz so komfortabel gelingen Aufnahmen von TV-Sendungen mit dem Videorecorder. Anders als bei analogen Empfängern leiten Set-Top-Boxen alle Bildschirmeinblendungen nicht nur an den Fernseher, sondern auch an den Videorecorder weiter. Lautstärkeänderungen wirken sich zwar nicht akustisch auf die Aufnahme aus. Der eingeblendete Pegelbalken jedoch kommt mit aufs Band und stört die Wiedergabe. Auf die komfortable Videorecorder-Steuerung der ARD müssen Galaxis-Käufer vorerst noch verzichten. Sie wird es ab Mai in einer neuen Software-Version geben. Hintergund: Dem derzeitigen API (Application Programming Interface) - seine Aufgaben ähneln denen des Betriebssystem eines Computers - fehlt diese Funktion. Mehr als nur eine Lösung für den Übergang ist der Videotext, den der Galaxis - wie auch seit kurzem die d-box - bietet. Alle Texttafeln lassen sich einfach über die TV-Fernbedienung aktivieren.
An Zündstoff in der Diskussion um die Bildqualität von digitalem Fernsehen mangelt es nicht. Programmanbieter und Geräteindustrie loben die Bildleistungen in den Himmel, video hingegen mußte in der Vergangenheit immer wieder digitale Bildstörungen kritisieren. Die sogenannten Bewegungsartefakte treten zwar relativ selten und nur kurzzeitig auf, sie verleihen dem Bild jedoch eine gewisse Unruhe und Unschärfe. Ohne diese temporären Beeinträchtigungen wirken digitale Bilder überaus scharf, sehr plastisch und brillant. Voraussetzung dafür ist allerdings ein ebenso brillantes Original.
Unschlagbar ist Digital-TV dagegen beim Transportschutz. Die Fehlerkorrektur digitaler Astra-Programme reduziert die empfohlene Spiegelgröße auf 50 Zentimeter, TV-Sender lassen sich auch damit bei Regen und Schnee nahezu störungsfrei empfangen. Eine serienmäßige, digitale Schlechtwetterreserve also. Nicht nur die Bilder, auch die Töne sind digital und datenreduziert. Dennoch erreicht ihr Sound dank ausgeklügelter Datenreduktion nahezu CD-Qualität und übertrifft damit die Klangqualität analoger Empfänger. Da ist es geradezu ein Muß, den Ton nicht über die meist recht einfachen Lautsprecher der Fernsehgeräte wiederzugeben, sondern sie separat einer HiFi-/Surround-Anlage zuzuspielen.
Aus dem Vollen schöpft die Galaxis-Box im Stromverbrauch. Deshalb empfiehlt es sich, den IQG.1 bei längerer Sendepause per Netzschalter vom Stromnetz zu trennen - leider hat Galaxis ihn gut auf der Rückseite versteckt. Zwar vergißt der Empfänger dann seine Uhrzeit, bekommt sie aber beim nächsten Start auf die Minute genau vom Satelliten mitgeteilt. Vorbildlich ist die Bedienungsanleitung des Galaxis IQG.1. Sie enthält zahlreiche Abbildungen, ihre Autoren und Grafiker gestalteten sie sehr übersichtlich. In einer grau hinterlegten Spalte auf jeder Seite finden sich zusätzliche Erklärungen und Verweise auf verwandte Themen und Seiten, die wesentlichen Begriffe sind hingegen rot hervorgehoben. Nachahmenswert ist auch das Stichwortverzeichnis, in dem kaum ein Begriff fehlt. Nach dieser Betrachtung steht für video fest: Mit dem Galaxis IQG.1 kann sich Digital- TV einen guten Namen machen - Bühne frei also.
| Software-Aktualisierung:
Der Universaldecoder IQG.1 von Galaxis will immer auf dem neuesten Stand der Dinge sein. So intelligent können Digitalreceiver sein: Gibt es eine neuere System-Software als jene, die der IQG.1 gespeichert hat, weist er darauf direkt nach dem Einschalten auf dem Bildschirm hin. Anders als beim PC, dessen Software man mühsam selbst installieren muß, lädt der Galaxis sie sich per Knopfdruck selbst. Ungewöhnlich ist der Weg, auf dem die neue Software den Decoder erreicht. Nicht per Diskette, CD-ROM oder Internet, sondern durch den Äther und über den Satelliten Astra findet sie zusammen mit den Fernsehprogrammen ihren Weg in den Decoder. Die eigentliche Installation erfolgt dann automatisch. Eine Balkengrafik mit Prozentangabe informiert während des Herunterladens (Download), wie viele Bits der neuen Software im Speicherchip bereits angekommen sind. Sobald der Decoder die neuen Daten vollzählig eingesammelt und festgestellt hat, daß sie unbeschadet sind, blinkt im Geräte-Display die Meldung "END". Ein kurzer Druck auf die Standby-Taste schaltet den Decoder zurück auf Normalbetrieb und Fernsehempfang. Besser als jeder PC hat der Galaxis auch Systemabstürze im Griff: Er gräbt seine alte Version wieder aus und tut so, als wäre nichts geschehen. Anschließend läßt sich der Befehl zur Aktualisierung der Software einfach neu starten. Neue Software-Versionen sind mehr als nur eine von Fehlern befreite Altversion, denn fast immer enthalten sie neue Features. Die derzeit aktuelle Version 1.3.0 für den Galaxis IQG.1 verfügt im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin über einen automatischen Sendersuchlauf. Eine zukünftige Version wird der Box beibringen, wie Videorecorder verschiedener Hersteller zu programmieren sind.
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