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Ab jetzt entscheidet jeder selbst...
Schon von Beginn an hat es viele DXer geärgert, dass ein Pay-TV Anbieter seine Upgrades beliebig in jede d-box einspielen kann, egal ob es der Kunde nun wünscht oder nicht. Das wäre ja noch kein Problem, wenn es sich tatsächlich nur um Upgrades handeln würde. Stattdessen brachte jedoch so manche neue Software Einschränkungen mit sich wie z.B. die Ländersperre oder auch das Entfernen der beiden internen Menüs mit der BR4.0. Um sich vor solchen Überraschungen zu schützen, ging man da bisher sehr abenteuerliche Wege. Da wurde das Menü "Grundeinstellungen" benutzt und vor dem Upgrade schnell der Spiegel gedreht. Andere bewiesen ihre Reaktionsfähigkeit, indem sie den Netzstecker blitzschnell vor einem beginnenden Upgrade zogen. Leider ging dabei so mancher Versuch daneben und viele Boxen verabschiedeten sich mit Fehlern wie "Err75 Reboot" ein für alle mal von der Bildfläche. Nur der Gang zum Händler konnte da bisher weiterhelfen.
Inzwischen hat sich diese Situtation erfreulicherweise grundlegend geändert. Einige findige Bastler haben sich nähmlich näher mit dem Motorola-Prozessor in der Box beschäftigt und fanden dabei heraus, daß sich der Prozessor und die zugehörigen EEProms über eine interne Programmierschnittstelle steuern lassen. Dazu gab es bei Motorola nähere Informationen, jedoch war das Programmierinterface für die Prozessorfamilie teurer als ein neuer PC und daher nur für die Hartgesottenen DXer finanzierbar.
Jedoch stellte sich heraus, dass auch mit einfachen Mitteln - besser gesagt mit 3 IC's und ein paar Kleinbauteilen - eine preiswerte Variante des Moduls herstellbar ist. Gesagt, getan. Es wurde ein Interface entwickelt, welches sich in Anlehnung an die Schnittstelle "BDM-Interface" nennt (erhältlich bei Multisat, kann aber auch selbst gebaut werden). Eine einfache Software dazu war schnell geschrieben und zum Glück stellte sich heraus, daß in der d-box unter dem Modem sogar der 10-polige Anschluss an den Prozessor für Reparaturzwecke für Nokia- Service herausgeführt ist. Der Rest war nur noch eine Frage des Probierens.
Nachdem man das Modem ausgebaut und das Interface angeschlossen hat, kann man den Prozessor anhalten und die Software der EEProms auslesen. Ferner kann man die EEProms auch mit neuer Software programmieren. Die anfänglichen Probleme waren jedoch nur auf Schwierigkeiten beim Auslesen in Verbindung mit der Rechnergeschwindigkeit zurückzuführen. Inzwischen hat sich das BDM-Interface allgemein durchgesetzt. Es gibt auch komfortable Windowssoftware, die u.a. auch das Auslesen der Programmlisten ermöglicht. So hat jeder Nutzer die Möglichkeit, die d-box Software seiner Wahl auf die Box zu programmieren und die Angst vor Überraschungen in der neueren Software gehören der Vergangenheit an.
Übrigens schreibt das BDM-Interface nur die eigentliche Betriebssoftware in die Box, der Bootloaderbereich (dieser ist u.a. für den Selbsttest, Upgrades via RS232 und die allgemeine Softwareverwaltung zuständig und damit vergleichbar mit der MS-DOS "Startdiskette") kann nur dann neu beschrieben werden, wenn zuvor ein Jumper in der Box gebrückt wird. Dieser Jumper befindet sich je nach Version der Platine entweder rechts oder links vom Tunerschirmblech nahe des Displays. Wichtig ist der Bootloader in Verbindung mit anderer Software als der von Beta Research (früher Beta Digital). Der Bootloader von BR ist nähmlich so programmiert, daß die Box mit anderer Software (wie z.B. Oroginalsoftware von Nokia) nicht funktioniert. Dazu ist das Programmieren einens neuen Bootloaders notwendung und zwar derzeit der 2.0 von Nokia. Danach funktioniert jede Software auf der Box und es sind sogar Upgrades über die RS232 Schnittstelle mit Nullmodemkabel und dem "Serial Upgrader" von Nokia möglich...
Auf der Download-Seite kann man die Bootloader und Softwaren direkt herunterladen. Und wer sich das BDM selbst zusammenbasteln möchte, der kann das Layout hier direkt herunterladen.
"BD-32+" abschaltbares BDM+ S/PDIF-Interface
Die Weiterentwicklung des erfolgreichen BD32-Interfaces ist dieses BDM+. Jetzt mit Abschaltfunktion, das heißt, das Interface kann ständig an der D-Box und am PC angeschlossen bleiben ohne Störungen zu verursachen. Zusätzlich ist für HIFI-Fans noch ein elektrischer und optischer Audio-Digitalausgang (S/PDIF) vorhanden. |
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