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Die Entstehung von MHP
Das Thema MHP wurde 1996 innerhalb des ISIS-Programms der Europäischen Kommission als "Unitel - Universal Settop-Box-Project" gestartet. Damit sollte eine gemeinsame Plattform für ein transparentes Zugriffsverfahren zu einer breiten Palette von Multimedia-Diensten geboten werden. Aus dieser Unitel-Initiative wurde die MHP-Launching-Group geboren. Es wurden zwei Arbeitsgruppen etabliert: Die kommerziell orientierte DVB-MHP-Gruppe, die vor allem die Bedürfnisse der künftigen Nutzer für ein verbessertes (enhanced) Broadcasting ermitteln sollte, und die technische DVBTAM-Gruppe. Dieses Kürzel steht für "Technical Issues Associated with MHP". Dabei geht es um die Erarbeitung von Spezifikationen für das Application Programming Interface (API). Zunächst mußte mit dem API gewissermaßen das Betriebssystem der künftigen Settop-Boxen festgelegt werden. Vier Kandidaten standen dabei zur Auswahl:
- MHEG-5/Java,
- Mediahighway+,
- JavaTV,
- HTML/Java.
Hier ging es also weder um OpenTV noch um Kirchs Lösung Betanova. Der Forderungskatalog schloss solche Lösungen aus. Das API musste offen sein, um den Anforderungen eines sich hoffentlich entwickelnden horizontalen Marktes zu entsprechen. Ausserdem mußte es Conditional-Access-(CA)-unabhängig sein, aber dennoch mit einer Multi-CA-Umgebung kompatibel sein. Daraufhin wurden verschiedene Referenzmodelle für jedes MHP-System entwickelt. Dann wurde in umfangreichen Untersuchungen schließlich eine erweiterte Variante von Personal Java als Settop-Box-Betriebssystem festgelegt.
Das European Telecommunications Standards Institute (ETSI) hat schließlich am 17. Juli 2000 die Spezifikation der Multimedia Home Plattform (MHP) zur offiziellen Norm erhoben. Am 19. September 2001 haben sich die deutschen Programmveranstalter auf MHP geeinigt. |
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