.  
.
 
DigiTV-Testcenter: Arcon Titan 2000CI • 12.08.2002

Nach wie vor ist die Bedienung eines digitalen Empfängers nicht ganz unkritisch und somit zumindest auf Anhieb nicht Jedermanns Sache. Das sollte – schon im Interesse einer schnelleren Einführung der digitalen Technik – nicht sein, und muss es auch nicht.
Ein besonders geglücktes Beispiel ist der arcon Titan 2000FTA/CI, den es in einer einfachen Version als reine Zapping-Box und als CI-Gerät mit zwei Slots gibt. Unser Testgerät war die Common-Interface-Ausführung.

Wie üblich, liefert schon das erste "Hochfahren" ein Erfolgserlebnis. Die bereits vorprogrammierten Programm können sofort angewählt werden. Über die TV- und Radiotaste gelangt man in die jeweilige Programmliste. Über ein Untermenü lässt sich die Liste bearbeiten. Man kann Programme verschieben, löschen, sperren, umbenennen oder für eine Favoritenliste vorsehen. In der Liste findet der Freak auch die Angabe über Satellit sowie die Video- und Audio-PIDs.

In die verschiedenen Listen gelangt man selbstverständlich auch über das Hauptmenü, das, übersichtlich gestaltet, nur vier Punkte (Installation, Bearbeiten, Einstellungen und Misc) umfasst. Der Menüpunkt Installation enthält im Wesentlichen die Suchlaufmodi und ermöglicht die verschiedenen dafür erforderlichen Einstellungen, u. a. wird hier der DiSEqC-Modus (1.0, 1,2) festgelegt.

Im Menüpunkt Bearbeiten erfolgt die Auswahl der empfangbaren Satelliten und wie schon erwähnt das Verwalten der Programmlisten.
Im Menüpunkt Einstellungen lassen sich Sprache, OSD-Eigenschaften, Anschlussvorgaben, Zeit und Zugangsberechtigungen verändern.
Der Menüpunkt Misc liefert schließlich die Information über den aktuellen Softwarestand und beinhaltet ein Spiel, in der aktuellen Version ist dies Tetris.

Die vorprogrammierte Programmliste enthält auch alle Premiere-Programme, wobei die sogenannten Multifeedkanäle alle einzeln aufgelistet sind. Das macht es möglich, beispielsweise mit einem Alphacrypt-Modul der Firma Mascom und einer d-box-2-Karte, alle verschlüsselten Programme wiederzugeben.

Zu den weiteren erfreulichen Merkmalen gehören schnelle Umschaltzeiten und ein EPG, der die DVB-Programminformationen sieben Tage im Voraus nutzt. Wenn man sich im EPG bewegt, wird das aktuell eingestellte Fernsehbild als kleines Fenster mit eingeblendet.

Mit zwei Scartbuchsen kann man TV-Gerät und Videorecorder bedienen. Zusätzlich gibt es Cinch-Buchsen für Video und für den Anschluss an eine HiFi-Anlage. In diesem Zusammenhang kann man dem Arcon Titan 2000 eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität bescheinigen.

Für Software-Aktualisierungen und das Bearbeiten von Programmlisten ist schließlich eine RS-232-Schnittstelle vorhanden. Leider gibt es noch nicht die Möglichkeit, neue Software-Versionen über Satellit herunter zu laden, zumal der Aufwand für einen Kunden – er muss das Gerät zum Händler bringen und wieder abholen – nicht unbeträchtlich ist.

Fazit: Die Firma SVS, die das arcon-Gerät vertreibt, bietet dem Fachhandel mit den Geräten Titan 2000 FTA und Titan 2000 CI zwei leicht bedienbare Set-Top-Boxen zu einem besonders günstigen Preis-/Leistungsverhältnis.

Henning Kriebel

.
zurück zum Testcenter
© DigiTV.de • Weiterverbreitung nur nach ausdrücklicher Genehmigung!