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DigiTV-Testcenter: THOMSON DSR330TA • 07.05.2001

Der Name THOMSON steht für Qualität und Zuverlässigkeit. Getreu diesem Motto erreichte DigiTV.de das Flaggschiff, der DSR330TA. Mit Common Interface-Steckplätzen, Vorprogrammierter Programmliste, serieller Schnittstelle, PAL/NTSC Unterstützung, DiSEqC 1.0, Timerfunktion, Kindersicherung, EPG, digitalen Tonsignalausgang und vielen anderen Highlights wartet das Gerät auf. Lesen Sie aber selbst...


Beim ersten Start des Receivers kommt man sofort in den Genuss der vorprogrammierten Senderliste.
Los gehts
Da die Programmliste schon vorprogrammiert ist, kommen auch ungeübte Nutzer sofort in das vergnügen digitaler Vielfalt. Die wichtigsten Satelliten, angefangen von ASTRA 19º Ost und Hotbird 13º Ost, sind eingetragen.

Für Neueinsteiger berechnet die Settop-Box die benötigten Winkel der Sat-Schüssel für die eingegebenen Satelliten. Nachdem man Längen- und Breitengrad des Standortes eingegeben hat, wird die Position berechnet. Das Ergebnis mit den benötigten Elevations- und Azimuth-Winkel wird angezeigt.

EPG
Ein Klick auf die EPG-Taste der Fernbedienung zeigt die Liste der Kanäle, die Daten zum aktuellen Programm ausstrahlen. Natürlich muss man schon einen Sender aus dem jeweiligen Bouquet einige Zeit eingeschaltet haben, um die Daten ablesen zu können. Bis der EPG voll geladen ist, kann es einige Minuten dauern.

Im Kalender kann man dann auf die gewünschte Sendung navigieren und erhält nach Drücken der 'ok'-Taste die näheren Informationen, wenn der Anbieter diese Daten auch ausstrahlt.

Auch die Sendungen der folgenden Tage können im Kalender abgerufen werden. Man muss nur lange genug bis zum gewünschten Tag blättern.

Programmverwaltung
Der DSR330 TA ist mit einer umfangreichen Programmverwaltung ausgestattet. Hier kann man seine Lieblingsprogramme für die Favoritenliste markieren. Der Vorteil: Wenn man die Taste 'FAV' auf der Fernbedienung drückt, werden nur die Kanäle aus der Favoritenliste eingeblendet.

Ein weiterer Klick auf die 'MENU'-Taste bringt den Nutzer zu einer weiteren Auswahl. Hier können einzelne Programme verschoben, gesperrt, umbenannt, gelöscht, sortiert... werden.

Sehr interessant: Man kann die Programmliste automatisch sortieren lassen nach Favoriten, gesperrten Sendern, verschlüsselten Sendern, Satelllitenpositionen und Programmnamen.

Programmsuche
Die manuelle Programmsuche gestaltet sich mit der silbernen Kiste auch recht komfortabel. Statt die Frequenz, Symbolrate und Polarisation einzutippen, wählt man einfach die voreingestellten Frequenzpakete der Satelliten. Bei Einstellung des Frequenzpakets 1 auf ASTRA werden beispielsweise gleich die erforderlichen Daten automatisch eingestellt (siehe Bild unten). Es kann außerdem für jeden Transponder die Signalstärke und Qualität abgelesen werden.
Sat-DXer können natürlich die Daten trotzdem verändern, wenn die Suche auf exotischen Satelliten stattfinden soll, die ihre Einstellungen nicht koninuierlich beibehalten. Für Härtefälle gibt es natürlich noch die PID-Eingabe.

Die Transpondersuche geht flott von der Hand und dauert für das einzelne Frequenzpaket nur wenige Sekunden und für den gesamten Satelliten wenige Minuten.

Automatische Programmsuche
Nichts auszusetzen gibt es an der automatischen Programmsuche. Statt einen Transponder abzuscannen, wird einfach der gesammte angewählte Satellit durchsucht. In zwei Listen werden alle gefundenen TV- bzw. Radiosender angezeigt.

Genauso gehört natürlich der Statusbalken zur Anzeige, damit man weiss, wie weit die Settop-Box schon ist. Zusätzlich wird automatisch die jeweilige Signalstärke und Qualität des gerade abgesuchten Transponders ausgewiesen (gelbe Balken).

Videotext
Leider hat der THOMSON keinen integrierten Videotextdecoder. Das Signal geht aber nicht verloren, sondern wird wieder eingefügt als VBI-Zeilen, wobei der Receiver die Videotext- Informationen aus dem DVB-Signal herausholt und dann sozusagen als "echten Videotext" in das Ausgangssignal einfügt. Wer Videotext generell nur über das TV-Gerät nutzt, ist hier im Vorteil. Der Nachteil ist aber, dass die Textseitennicht nicht in der Settop-Box gespeichert werden und man an normalen Fernsehgeräten wie immer lange auf die gewünschten Videotextseiten warten muss.

Grundeinstellungen
Beim THOMSON DSR330TA kann man natürlich diverse Einstellungen vornehmen, wovon wir noch einmal einige Zusammenfassen wollen.
Die Eingabe von PIDS, Änderung von Kanalnamen und das Absuchen einzelner Transponder sind ebenso möglich, wie die Umschaltung zwischen mehreren Satelliten mittels Diseqc.
Die menügeführte Installation sollte auch Laien einen leichten Einstieg ins Digital TV bereiten - wer alles durcheinanderbringt, der kann den Receiver ohne Probleme wieder in die Werkseinstellung versetzen.

Receiver-Informationen
Falls Sie doch noch einige Fragen an THOMSON haben, finden Sie im Unterpunkt "Receiver Informationen" die Adresse zur Zentrale des Herstellers.

Timer
Wer häufig unterwegs ist und nichts verpassen möchte, kann den integrierten Timer der Box aktivieren. Zehn Plätze können in vielfältigen Varianten belegt werden.

Die Anschlüsse
"Klotzen, nicht kleckern", scheint bei THOMSON das Motto bei der Wahl der Anschlüsse auf der Rückseite des Geräts. Neben den standardmäßig verbreiteten LNB-Ein- und Ausgängen sowie SCART-Anschlüssen wartet eine RS232-Schnittstelle zur Verbindung mit dem PC auf aktuelle Software-Versionen.
Des weiteren gibt es einen S-VHS-Ausgang, 3 x Chinch für Bild und Ton, einen digitalen Audioausgang (leider nicht AC-3-fähig), einen 12/0-Volt-Ausgang und natürlich einen Netzschalter, um das Gerät voll vom Netz trennen zu können.
Mehr technische Details haben wir für Sie auf dieser Seite bereitgestellt.
Unser Fazit:
Einsteiger werden mit dem DSR330TA sofort loslegen können und sich ohne Schwierigkeiten in der digitalen Welt zurechtfinden. Das Gerät reagiert relativ flott auf die Wünsche des Benutzers.
Es gab keine Probleme beim Empfang der PREMIERE WORLD Programme mit entsprechendem Irdeto Allcam CI und offizieller Smart Card. Einzig die Cinedom-Kanäle fand die Settop-Box nicht unter ihrem Namen. Das liegt aber an der nicht ganz DVB-konformen Ausstrahlung und kann durch die diversen Einstellungsmöglichkeiten behoben werden.
Alle Nutzer, die beim Kauf ihrer Geräte neben umfangreichen Funktionen auch auf das optische Erscheinungsbild achten, sind mit diesem Receiver sehr gut beraten. Einzig die fehlende AC-3-Ausgabe am digitalen Tonausgang werden Dolby-Digital-Freaks vermissen.

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