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Digitales Fernsehen mit dem Pinguin


Noch immer orientieren sich die meisten Kartenhersteller an der Masse der PC-Anwender, die auf das Betriebssystem Windows von Microsoft setzen. Prinzipiell ist der DVB-Standard aber unabhängig vom Betriebssystem. Zur Interoperabilität haben sich sogar alle DVB-Mitglieder verpflichtet. Der Linux-Trend macht sich inzwischen sehr viel stärker bemerkbar: Einige Hersteller liefern die Softwaretreiber für den Betrieb der neuen DVB-Hardware unter dem alternativen Betriebssystem mit dem sympathischen Pinguin zusammen mit der Hardware aus.

Und wer den Blick von den PC-Anwendungen auf die klassischen Settop-Boxen richtet, wird erkennen, dass dort der Trend zu Open-Source-Software sehr viel früher eingesetzt hat. Galaxis hatte schon zum Jahreswechsel 2000/2001 als erster Hersteller eine Settop-Box mit Linux-basiertem Betriebssystem angekündigt. Herzstück des Linux-Dekoders ist der von Texas Instruments entwickelte “TI 72XX”-Multiprozessor. Dieser Chip (Arm 9-Cores) ermöglicht neben dem Einsatz des Linux-Treibers und der für MHP vorgesehenen “Java Virtual Machine” sogar die Ansteuerung einer Festplatte über den prozessorinternen IDE-Controller. Auf diese Weise kann die Pinguin-Box zu einem Persönlichen Videorecorder (PVR) ausgebaut werden, der Sendungen aufzeichnet, gleichzeitig wiedergibt oder in Hotels auch über einen Ethernet-Port Spielfilme von einem externen Videoserver lädt.

Weitere Informationen über Radio und Fernsehen unter Linux und zu aktuellen Projekten sowie umfangreiche Links unter www.linuxtv.org.

Interessante Informationen zu Treibern und zahlreiche Links gibt es unter www.multimedia4linux.de.

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