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EXPO 2000: MotionOne - Information und Unterhaltung für unterwegs
DVB-T ist ein Übertragungsstandard, der den Empfang digitaler Datendienste und TV-Programme auch im mobilen Bereich ermöglicht. Volkswagen demonstrierte das Verfahren im Rahmen der Expo in fünf Fahrzeugen des Typs Business Caravelle:
In diesen kann nun während der Fahrt auf aktuelle Datendienste und Fernsehprogramme zurückgegriffen werden. Auf einem Computerbildschirm stehen den Passagieren die sechs Fernsehprogramme ARD, ZDF, N3, RTL, SAT1 und TM3 sowie der Informationsdienst "MotionOne" von Volkswagen zur Verfügung.

Hierbei handelt es sich um eine spezielle automobile Anwendung, die sich in fünf Rubriken aufgliedert. Unter "Expo" finden sich hilfreiche Informationen und Tipps rund um die Weltausstellung. "Entertainment" bietet Unterhaltung für Groß und Klein aus den Bereichen Musik, Motorsport und Spiele. Aktuelle Verkehrsinformationen und Nachrichten können unter "News" abgerufen werden. Der Bereich "Volkswagen" wartet unter anderem mit Informationen rund um den Konzern auf. Hier kann man außerdem Näheres über spannende Projekte wie die Autostadt erfahren. Einen tieferen Einblick in die Funktionsweise und Potenziale des neuen Übertragungsstandards erhält man unter der Rubrik "DVB-T".

In Kooperation mit dem NDR können täglich die neuesten Meldungen abgerufen werden: als vollständiger Beitrag mit Videosequenz oder in Form eines Headline-Tickers. Letzterer wird wie die Notierungen der VW-Aktie und die Staumeldungen im 15-Minuten-Takt aktualisiert.
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Multimedia via DVB-T
Mittelpunkt des neuen Digitalfernsehens bildet auch eine neuartige Technologie, die das schweizerisch-amerikanische Unternehmen The Fantastic Corporation entwickelt hat. Mit dem sogenannten Broadband Multimedia Distribution System lassen sich multimediale Inhalte von Seiten aus dem World Wide Web bis hin zu eigens hierfür entwickelten Multimediakanälen über Breitbandnetze aussenden.
Das Verfahren arbeitet den Angaben zufolge netzunabhängig: neben dem terrestrischen Digitalfunkfernsehen wird auch die Verbreitung über Kabel, Satellit, ADSL und weitere Breitbandinfrastrukturen unterstützt. Die Übertragungsrate liegt je nach Verteilnetz zwischen 24 Mbit/s bei DVB-T und bis zu 38 Mbit/s bei der Satellitenausstrahlung. Für den Empfang wird derzeit entweder ein PC mit Multimediakarte oder ein Fernseher mit Settop-Box benötigt. Für die Zukunft wird erwartet, dass die Hersteller von Unterhaltungselektronik, PCs und Handys eine neue Generation von digitalen Kleinstfernsehern entwickeln. Diese sollen sowohl als Einzelgeräte auf den Markt kommen als auch in andere Mobilgeräte wie Mini-PCs, Organizer, Handys oder später sogar einmal Armbanduhren eingebaut werden.
DVB-T ist von Anfang an so ausgelegt, dass der Empfang nicht nur im Freien, sondern über eine integrierte Stummelantenne auch innerhalb von Gebäuden möglich ist.

Für das Pilotprojekt in Berlin/Brandenburg arbeiten Medienanstalt, Deutsche Telekom und Fantastic schon seit 1997 zusammen. In dieser Zeit ist es gelungen, im Ballungsraum Berlin/Potsdam ein Sendernetz mit zehn Sendern auf sechs unterschiedlichen Frequenzen zu errichten. Parallel zum technischen Probebetrieb führt die Medienanstalt eine breit angelegte Marktuntersuchung in Berlin durch, um den Bedarf und die Anforderungen der Verbraucher an das Fernsehen der Zukunft herauszufinden. Nach erfolgreicher Pilotphase könnte DVB-T schon bald in den Regelbetrieb gehen.
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Der Nokia Mediascreen: multimediales Fernsehen
Die Weiterentwicklung des digitalen Fernsehens verwandelt den herkömmlichen Fernseher in ein universelles Kommunikationsgerät. Mit dem digitalen Home Terminal der Zukunft kann man in digitaler Qualität Radio hören und fernsehen, E-Mails und SMS verschicken bzw. empfangen und im Internet surfen. Durch die verschiedenen Anwendungen führt die Nokia Home Lounge, eine Nokia eigene Bedienoberfläche.
Dieser völlig neue tragbare Prototyp mit LDC-Bildschirm stellt eine Kombination von Fernseh-, Computer- und Mobilfunktechnik dar. Er verbindet DVB-T und das digitale Mobilfunksystem GSM, um als "Service-on-Demand"-Terminal multimediale Dienste nutzbar zu machen.
Das Konzept des Nokia Mediascreen gilt sowohl für den stationären als auch für den mobilen/portablen Empfang. Dass die Anwendungen auch im mobilen Betrieb funktionieren, wurde anlässlich der IFA 1999 in einer Kooperation mit der Volkswagen AG demonstriert.
Der Nokia Mediascreen entstand übrigens im Rahmen des gemeinsamen Projektes DVB@air der Partner Nokia, ZDF und Deutsche Telekom. Das ZDF erstellte dabei den Multimedia-Datendienst digitext, in dem aktuelle Informationen in der Internet-Sprache HTML übertragen wurden. Die Ausstrahlung der Signale erfolgte über das terrestrische Sendernetz des Telekom DVB-T Pilotprojektes in Berlin, der für die Interaktion erforderliche Mobiltelefon-Kanal wurde vom D1-Netz zur Verfügung gestellt. |