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Die Fremdsprachenplattform (FSP)

Die privaten Kabelnetzbetreiber in Deutschland planen ein eigenes Fremdsprachenpaket. Sie wollen eine von der Deutschen Telekom unabhängige Digitalplattform mit ausländischen Radio- und Fernsehprogrammen einrichten. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Kabelanlagen in Österreich und der Schweiz versorgt werden. Das Bouquet wird derzeit von einer Arbeitsgruppe entwickelt, die im Auftrag des Verbands Privater Kabelnetzbetreiber (ANGA), der Deutschen Netzmarketing GmbH und weiterer privater Kabelgesellschaften einberufen wurde. Geklärt werden sollen insbesondere die urheberrechtlichen Fragen, die mit der Kabeleinspeisung fremdsprachiger Programme verbunden sind. Die technische Plattform wird von der neu gegründeten Firma FSP Fremdsprachenplattform GmbH betrieben. Vorgesehen ist, pro VHF/UHF- Kabelkanal zwischen zehn und zwölf digitale TV-Programme zu übertragen.

Alle Sender werden grundverschlüsselt und erst beim Kabelkunden mit dessen Set-Top-Box entschlüsselt, so dass Lizenz- und Urheberrechtsgebühren nur für diejenigen Zuschauer anfallen, die die Programme tatsächlich empfangen - nicht für alle Antennendosen, wie es bei einer freien üblichen Einspeisung wäre. Um das Fremdsprachenpaket in ihre Netze einspeisen zu können, zahlt der jeweilige Kabelnetzbetreiber eine feste Abonnementgebühr an den Plattform-Betreiber FSP, mit der alle anfallenden Kosten, auch die Urheberrechtsabgaben, abgegolten sind.


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