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DigiTV.de Newsarchiv 1. 8. 2002 - 4. 8. 2002

4.8.2002 19:41 
Premiere: Alle August-Neuerungen auf einen Blick
[FPoe] Jede Menge Änderungen gibt es seit diesem Monat für die Abonnenten des Pay-TV-Senders Premiere. Da wir in verschiedenen Meldungen bereits darauf eingegangen sind, hier die Zusammenfassung.

Heimatkanal und Goldstar TV
Nach drei Monaten Sendepause hat der Heimatkanal wieder seinen Sendebetrieb aufgenommen. Vordergründig der selbe Sender, hat sich im Hintergrund einiges geändert. Denn Betreiber des Heimatkanals ist nicht Premiere, sondern die GoldStar TV GmbH & Co KG. Im August sind alle Premiere Kunden für das neue Paket "Goldstar Extra", das Heimatkanal und Goldstar TV beinhaltet, freigeschaltet. Danach sollen die Abonnenten Gelegenheit haben, im Rahmen eines Schnupperabos GoldStar Extra zusätzlich einen Monat lang kostenlos zu testen. Das reguläre Abo danach wird für drei Euro monatlich angeboten.

Plus-Programme separat bestellbar
Die meisten Sender des Plus-Pakets sind nun einzeln abonnierbar. So kosten Premiere Nostalgie, Junior, K-Toon, Planet und die Music Choice Kanäle jeweils ein Euro im Monat. Für Premiere Serie sind monatlich zwei Euro zu berappen. Discovery Channel, Classica und Beate-Uhse.TV werden pro Monat jeweils mit 3,- Euro abgerechnet. Die Kanäle Krimi & Co, Fox Kids, Studio Universal und 13 STREET sind nicht einzeln zu abonieren und können im Plus Paket mit allen anderen Sendern für zehn Euro monatlich gebucht werden.

20 Prozent Rabatt auf Zweitabos
Kunden mit zwei Premiere-Abos bekommen noch mehr Rabatt. Bisher gab es auf das zweite Abo eines Kunden 20 Prozent Rabatt. Dies gilt nun auch für das erste Abo. Auf einen subventionierten Digitalreceiver müssen die Kunden beim Zweit-Abo aber verzichten, es gibt lediglich die Smart Card. Außerdem gilt das Angebot nur für die höherwertigen Abos, also nicht für Premiere Start.

d-box kaufen statt mieten
Nachdem es die d-box beim Bezahlsender Premiere seit einigen Monaten nur noch zu mieten gab, können die Geräte jetzt wieder käuflich erworben werden. Die d-box 2, die von Nokia, Sagem und Philips produziert wurde, gibt es ab sofort zusammen mit einem 12-Monats Start-Abo für nur 199 Euro. Das ist viel preiswerter als die als "geeignet für Premiere" deklarierten Geräte von Humax, Galaxis oder Technisat, für die man ab 299 Euro inklusive Start-Abo zahlen muss. Für Neukunden ist die Kauf-d-box wärmstens zu empfehlen.

Ganz anders sieht es für Bestandskunden aus, die ihre gemieteten Geräte auch kaufen können. Nutzer der d-box 1 verzichten auf die Rückzahlung der Kaution von ca. 75 Euro und verpflichten sich zu einer Aboverlängerung und schon wechselt das Gerät den Besitzer. Abonnenten mit einer d-box 2 müssen noch 99 Euro drauflegen und erhalten dann das Gerät zum Kauf. Das Abo wird übrigens nur zu den seit Mai 2002 gültigen Konditionen verlängert. Und das ist der Haken, da sich die Abo-Kosten für Bestandskunden in einem solchen Maße erhöhen, dass die weitere Miete zu empfehlen ist. Für Bestandskunden gilt: Informieren Sie sich über die Preiserhöhungen und wägen Sie ab!

Start-Kunden bekommen Superpaket
Für dieses Feature hat Premiere bisher nicht die Werbetrommel gerührt: Generell alle Start-Abonnenten können in den ersten drei Monaten des Abos einen Monat lang ohne Zusatzkosten das Superpaket sehen. Bedingung ist eigentlich nur, dass die Kunden die Freischaltung veranlassen, sich also bei der Hotline dafür anmelden. Wer in den ersten drei Monaten die Testfreischaltung nicht in Anspruch genommen hat, muss sich nicht ärgern, Premiere, schaltet Sie automatisch frei. Viele Kunden wurden darüber bereits schriftlich informiert.


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4.8.2002 19:35 
Billigreceiver für Premiere
[FPoe] München - Der defizitäre Bezahlsender Premiere will angeblich neue und billige Digitalreceiver auf den Markt bringen, um möglichst schnell Kunden zugewinnen.

Wie das Nachrichtenmagazim Focus berichtet, existieren bereits Prototypen von Decodern im DIN-A5-Format – intern auch "Volksbox" genannt. Sie beschränken sich Focus zufolge in ihrer Funktion aber ausschließlich auf das Entschlüsseln der Premiere-Programme.

Die Boxen sollen samt vorausbezahltem Abonnement auch im Discount-Handel angeboten werden. Wie der Focus weiter meldet, stößt Premiere-Chef Georg Kofler mit seinen Plänen aber bei den Herstellern der Empfangsgeräte wie Humax, Technisat oder Galaxis auf massiven Widerstand. Sie hätten noch mehr als 100.000 Settop-Boxen "geeignet für Premiere" in ihren Lagern.


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4.8.2002 19:34 
Polizeischlag gegen illegalen Handel mit Decodern und SmartCards
[FPoe] München - Die Polizei hat in dieser Woche bundesweit zahlreiche gestohlene Decoder und manipulierte SmartCards für den Empfang von Abo-Sendern wie Premiere sichergestellt.

In der breit angelegten Aktion wurden in 15 Bundesländern über 90 Wohnungen und Büros durchsucht. Die Polizeimaßnahmen waren Teil eines seit August 2001 laufenden Ermittlungsverfahrens gegen einen 25-jährigen Spanier. Der Mann wird beschuldigt, seit Anfang 2000 mehr als 3.000 gestohlene Decoder und über 10.000 SmartCards angekauft und anschließend weiter verkauft zu haben. Einem 25-jährigen Münchner wird als zweitem Hauptbeschuldigten vorgeworfen, für 110.000 Euro Decoder und SmartCards von dem in Hamburg lebenden spanischen Hehler erworben zu haben.

Die Durchsuchungsaktionen, deren Schwerpunkt in Süddeutschland lag, waren nicht die ersten im Rahmen des Ermittlungsverfahrens gegen den hauptverdächtigen Spanier. Bereits Ende November 2001 hatte die Polizei bei der Durchsuchung von Wohnungen und Geschäften in mehreren deutschen Städten über 8.000 illegale Karten zum Empfang von Abo-TV und zahlreiche weitere Piratenprodukte wie Kartenlesegeräte, gestohlene Decoder und Computer sichergestellt. Aufgrund dieser Ermittlungsergebnisse wurden Anfang Mai 2002 weitere 20 Durchsuchungen durchgeführt. Dabei konnte der tatverdächtige spanische Dealer in seiner Hamburger Wohnung festgenommen werden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Darüber hinaus konnte die Polizei zahlreiche Käufer ermitteln, die von den beiden 25-Jährigen über Internetauktionshäuser vermutlich gestohlene Decoder und SmartCards erworben hatten. Gegen diese und andere Kunden der beiden Hehler richteten sich die jüngsten Durchsuchungen. Das Ermittlungsverfahren gegen den Spanier wurde dabei abgeschlossen, den Dealer erwarten nun weitreichende strafrechtliche Konsequenzen.


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4.8.2002 18:47 
ANGA warnt Telekom vor Preiserhöhungen im Kabelnetz
[FPoe] Die im Zuge des Verkaufsprozesses der Kabelnetze durch die Deutsche Telekom AG geplante Preiserhöhung wird vom Verband Privater Kabelnetzbetreiber (ANGA) abgelehnt.

Der Verband vertrete die Ansicht, dass es keine Preisanhebung der Kabelentgelte zugunsten eines höheren Verkaufpreises der Kabelnetze geben darf, erklärte Thomas Braun, Präsident der ANGA. Vielmehr solle das Geld für die Modernisierung der Infrastruktur der Netze und somit zur Sicherung des Informations-Standortes Deutschland verwendet werden.

Die Kabelnetzbetreiber sind sich der ANGA zufolge mit der Wohnungswirtschaft einig, dass eine Preiserhöhung ohne qualitative Verbesserung des Produktes Kabelanschluss zum jetzigen Zeitpunkt völlig unangebracht sei.

"Die ANGA ist Anfang Juli bereits bezüglich der Preiserhöhung von ish und Kabel Baden-Württemberg anwaltlich bei der RegTP tätig geworden. Preiserhöhungen für Kabel-TV ohne entsprechende Mehrleistungen für die Kunden sind für unsere ANGA-Mitglieder völlig inakzeptabel. Wir werden uns mit allen rechtlichen Mitteln dagegen zur Wehr setzen", teilte Braun weiter mit.

Die ANGA empfiehlt den potentiellen Investoren, die ohnehin schwierige Übernahme der Kabelnetze der Deutschen Telekom AG/Kabel Deutschland GmbH nicht durch eine unzeit- sowie unsachgemäße Preiserhöhung der Kabelentgelte zusätzlich zu belasten und dafür dann noch einen überhöhten Kaufpreis zu zahlen.


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2.8.2002 17:58 
Ärger um den Heimatkanal
[FPoe] Erst im Mai fiel der Heimatkanal auf Premiere der jüngsten Reform zum Opfer. Nun wurde er gegen eine Extragebühr neu gestartet. Warum eigentlich?

Viele Premiere-Abonnenten ärgern sich, da sie in ihrem Premiere-Paket noch bis Ende April den Heimatkanal vorfanden, der schließlich wie der Kanal Filmpalat eingestellt wurde. Beide Sender wurden zum neuen Angebot "Premiere Nortalgie" fusioniert, das innerhalb des Plus-Pakets sendet.

Vor wenigen Tagen fand der Heimatkanal aber seine Wiederauferstehung. Innerhalb des neuen Pakets "Goldstar Extra" kann der Sender nun gegen eine Gebühr von monatlich drei Euro zusammen mit Goldstar TV abonniert werden. Die Premiere-Kunden, die teilweise in Weihnachtspaketen die Abo-Gebühr schon für ein Jahr im Voraus bezahlt haben, fühlen sich betrogen. Denn auf einmal wird für ein bereits bezahltes Angebot eine neue Gebühr erhoben.

Wie Premiere-Sprecherin Katrin Gogl auf DigiTV-Anfrage mitteilte, hat der neue Heimatkanal mit dem alten Sender bis auf Name und Erscheinungsbild fast nichts mehr gemeinsam. "Die Inhalte des neuen Heimatkanals wurden um Volksmusik, Erotikkomödien, Dokumentationen und Reise- sowie Wellness-Berichte erweitert. Dass er vom Erscheinungsbild und dem Namen dem eingestellten Sender ähnelt ist gewollt, da das Produkt bereits beim Publikum bekannt ist", kommentiert Gogl.

Der Heimatkanal vor Mai 2002 als Joint-Venture von Premiere und der GoldStar TV GmbH & Co KG veranstaltet. Premiere hatte sich dafür entschieden, den Sender einzustellen und in Premiere Nostalgie weiterzuführen. Dort gebe es die Angebote des Heimatkanals weiter, so Gogl. Die GoldStar TV GmbH & Co KG, die vom ehemaligen DF1-Chef Gottfried Zmeck geführt wird, habe sich nun entschlossen, als Partnerunternehmen den Heimatkanal als neues und zusätzliches Angebot zu präsentieren.

Nun bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass in einigen Monaten nicht neue Kanäle mit Namen wie Sci-Fi, X-Action oder Comedy innerhalb von Premiere gegen Extragebühr starten. Denn auch diese Sender verschwanden bei der letzten Reform und werden von vielen Abonnenten vermisst.


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2.8.2002 17:53 
ARD und ZDF sichern sich Zweitrechte an Bundesliga
[FPoe] Köln - ARD und ZDF haben von der KirchMedia TV-Nachverwertungsrechte an der Fußball-Bundesliga für ihre Nachrichtensendungen und Sportmagazine erworben. Premiere muss Olympia-Rechte zurückgeben.

"Tagesschau" und "Tagesthemen" können künftig Ausschnitte von drei Spielen (bisher zwei) bis zu einer Gesamtlänge von maximal vier Minuten zeigen. Die Sportmagazine der dritten ARD-Programme können bei ihrer Berichterstattung unter allen Spielen wählen.

Wie bisher können sich die Zuschauer auch auf alle Spiele und alle Tore am Samstagabend im "ZDF SPORTstudio" freuen. Die Vereinbarung mit KirchMedia beinhaltet weiterhin die Berichterstattung in den ZDF-Nachrichtensendungen, Ausschnitte von einem Spiel der Zweiten Fußball-Bundesliga in der "ZDF SPORTreportage" am Sonntagnachmittag sowie die Nutzung von Archivmaterial.

Mit dem Vertragsabschluss erhalten ARD und ZDF auch die an KirchMedia weitergeleiteten Rechte für Pay- und Free-TV an den OlympischenSpielen 2004, 2006 und 2008 zurück.

Zeitgleich und unabhängig davon erwarb die ARD - gemeinsam mit dem ZDF - von der KirchMedia die Fußball-WM der Frauen 2003 in Peking und die "Mini-WM" der Männer 2005 in Deutschland - den FIFA Confederations Cup in Deutschland. ARD und ZDF werden beide Termine unverschlüsselt und uneingeschränkt ausstrahlen, d. h. auch über Satellit analog wie digital.


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2.8.2002 13:30 
Pay-TV-Hacking: Die Strafen
[FPoe] Herstellung und Vertriebgefälschter SmartCards erfüllen mehrere Tatbestände des Strafgesetzbuches (StGB), des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und des neuen Zugangskontrolldiensteschutzgesetzes (ZKDSG).

In der Herstellung ist ein Verrat von Geschäfts- oder Betriebsgeheimnissen (§ 17 UWG), ein Ausspähen von Daten (§ 202a StGB), eine Fälschung beweiserheblicher Daten (§ 269 StGB) und eine unerlaubte Herstellung einer Umgehungsvorrichtung (§ 3 ZKDSG) zu sehen. Die Nutzung derartiger Karten ist unter anderem als Computerbetrug nach § 263a StGB strafbar. Das Strafmaß reicht bei diesen Delikten bis zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren.

Der Pay-TV-Sender Premiere nutzt neben verschiedenen technischen Maßnahmen alle juristischen Möglichkeiten, um gegen Piraterie vorzugehen. Vielfach erstattet der Sender Anzeige und unterstützt Polizei und Staatsanwaltschaften bei den Ermittlungen. Neben den strafrechtlichen Folgen müssen die Täter außerdem mit erheblichen Schadensersatzansprüchen von Premiere rechnen.


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2.8.2002 13:28 
Premiere-Hacker verurteilt
[FPoe] München - Vor wenigen Wochen ist ein Dealer für den Besitz und Handel mit gefälschten SmartCards vom Amtsgericht Karlsruhe zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

Der Verurteilte hatte in seinem Fernsehgeschäft SmartCards technisch so verändert, dass damit ohne entsprechendes Abonnement Programme von Premiere angeschaut werden konnten, und einen regen Handel mit diesen Karten betrieben, informierte Premiere heute. Zudem hatte er in seinem Laden unterschlagene Digitalreceiver verkauft, die Premiere regulären Kunden im Rahmen eines Abonnements leihweise zur Verfügung gestellt hatte.

In dem jetzt abgeschlossenen Verfahren musste der Dealer sich deshalb neben der gewerbsmäßigen Fälschung beweiserheblicher Daten, dem Ausspähen von Daten und dem Verrat von Betriebsgeheimnissen auch wegen gewerbsmäßiger Hehlerei verantworten. Neben den strafrechtlichen Folgen muss der Täter außerdem mit erheblichen Schadensersatzansprüchen von Premiere rechnen.

Die Strafe wurde aufgrund persönlicher Umstände des Täters zu vier Jahren auf Bewährung ausgesetzt. "Mit diesem Urteil hat die Justiz nachhaltig bestätigt, dass das Fälschen und Manipulieren von SmartCards kein Kavaliersdelikt ist", sagt Premiere Geschäftsführer Dr. Georg Kofler. Um den kriminellen Energien hinter solchen Taten Einhalt zu gebieten, seien empfindliche Strafen wie die jetzt ausgesprochene nach Auffassung des Senderchefs überfällig. "Egal ob Hacker, Dealer oder Schwarzseher, wir gehen ausnahmslos gegen jeden vor, der uns betrügt oder bestiehlt", so Kofler.


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2.8.2002 8:37 
Hit Radio FFH und F.A.Z. Business Radio digital on air
[FPoe] Frankfurt - Nach langen Verhandlungen gehen in Hessen zwei weitere Digital Radio-Programme on air - weiter Zurückhaltung beim Hessischen Rundfunk.

Der Marktführer der Hessischen Radiolandschaft, Hit Radio FFH, ist bereits seit 1. August zu empfangen, Das Wirtschaftsradio der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird in den nächsten Tagen folgen. Beide Programme werden hessenweit ausgestrahlt.

Damit sind die Weichen für den allmählichen Übergang vom analogen UKW- zum digitalen Hörfunkzeitalter in Hessen gestellt, infomiert Hessen Digital Radio. Die Sendelizenzen für Digital Radio wurden bereits im Juni 2001 von der Landesanstalt für privaten Rundfunk in Hessen (LPR Hessen) vergeben. Damals hatten u.a. Hit Radio FFH und das F.A.Z. Business Radio den Zuschlag bekommen. Doch langwierige Verhandlungen verzögerten die endgültige Aufschaltung - jetzt haben sich die Parteien geeinigt.

Dirk Risse, Geschäftsführer der Hessen Digital Radio GmbH und Betreiber des Hessischen Sendernetzes, zeigt sich nach dem erfolgreichen Vertragsabschluss zufrieden. "Mit der Aufschaltung der Programme ist die digitale Radiolandschaft in Hessen um ein Vielfaches attraktiver." Zusammen mit den beiden offentlich-rechtlichen Sendern von Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Berlin, die bereits seit Ende 2001 digital senden, sind hessenweit jetzt vier Programme zu empfangen. Anfang 2003 wird das Angebot noch vielfältiger, dann geht mit harmony.fm, dem neuen Melodie-Radio aus dem Hause FFH, ein weiterer Sender on air.

Der neuen Situation müsse sich nun auch der Hessische Rundfunk stellen, so Risse weiter. Obwohl sich die ARD eindeutig zu Digital Radio bekannt hat, übt sich der HR weiterhin in Zurückhaltung. Hintergrund ist das Strategie-Papier zum Übergang auf die digitale Rundfunkverbreitung, das im März dieses Jahres von den ARD-Intendanten verabschiedet wurde. Daraus geht unter anderem hervor, dass die ARD-Anstalten künftig "attraktive Zusatzangebote" für Digital Radio entwickeln wollen, um einen "Anreiz zum Wechsel zur Digitaltechnik" zu geben. "Wir würden es begrüßen, wenn der Hessische Rundfunk den Empfehlungen des ARD-Strategie-Papiers folgen würde, erklärt Risse. Die neuesten Entwicklungen sollten Anlass zu einem Umdenken geben."


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2.8.2002 8:17 
Liberty wird in den Niederlanden aktiv
[FPoe] Für 750 Millionen Euro will John Malones Kabelunternehmen Liberty Media die niederländische TV-Kabelfirma Casema von der France Telecom kaufen.

Casema ist laut France Telecom mit 1,3 Millionen Kunden der drittgrößte TV-Kabelanbieter in den Niederlanden und ist vor allem in der Mitte des Landes und im Südwesten aktiv. Das Geschäft zur Übernahme von 100 Prozent der Anteile soll bis Ende Oktober 2002 abgeschlossen sein.

Im Vergleich zum geplatzen Deal mit der Deutschen Telekom Anfang des Jahres ist der Kaufpreis von 750 Mio. Euro für die 1,5 Millionen Kabelhaushalte von Casema sehr hoch. Pro Kunde ergibt sich hier ein Preis von 1500 Euro, bei der Deutschen Telekom hätte Liberty nur 550 Euro bezahlt.

Hauptgrund für diese eklatante Preisdifferenz sei der technische Zustand der beiden Kabelnetze. Während bei Casema bereits über 1 Million Zuschauer interaktive Dienste und Internetzugang über das TV-Kabel bestellen könnten, ist das Netz der Deutschen Telekom für solche neuartigen Angebote noch überhaupt nicht gerüstet. Außerdem ist der niederländische Markt nicht durch verschiedene Besitzverhältnisse in den Netzebenen zerklüftet.

Bei der Übernahme von Casema ist ein Widerspruch der Kartellbehörden nicht unwahrscheinlich. Denn Liberty ist mit Marktführer UPC auf dem niederländischen Markt bereits stark vertreten.


- Telekom: Kabelverkauf wird wieder konkret
- Telekom sucht weiter Käufer für TV-Kabel
- Liberty will noch immer Telekom-Kabel


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1.8.2002 22:27 
Conax distanziert sich von Hacker-Modulen
[FPoe] Nach Irdeto und Viaccess hat nun auch der Verschlüsselungsspezialist Conax AS eine Stellungnahme zur Verwendung des eigenen Systems auf Common Interface Modulen abgegeben.

Die Module mit den Bezeichnungen "Magic Module", "Universal CAM" oder "Global CAM", die ohne jegliche Software verkauft werden, verletzen geltende Lizenzbestimmungen. So sehen es jedenfalls die Lizenzinhaber der Verschlüsselungssysteme Irdeto, Viaccess und nun auch Conax.

Käufer der genannten Module erwerben das blanke Produkt, das erst für das gewünschte Verschlüsselungssystem programmiert werden muss. Doch schon mit dem Einspielen der Software werden geltende Patente und Lizenzbestimmungen gebrochen.

Die Lizenzinhaber haben fast alle ausschließlich SCM Microsystems mit der Produktion der entsprechenden Module beauftragt. Nach France Telecom-Tochter Viaccess und Irdeto Access hat jetzt auch Conax AS bestätigt, dass allein SCM dementsprechende CI-Module im Auftrag der Unternehmen herstellen und vertreiben darf.

In dem Statement heißt es: "Conax hat keine Unternehmen lizensiert, Common Interface Module mit dem Conax Conditional-Access-System zu produzieren. CI-Module von Conax basieren auf der Hardware von SCM Microsystems. Alle anderen Common Interface Module mit Conax CA-System wurden ohne Genehmigung produziert und brechen Rechte am geistigen Eigentum von Conax."


- Nicht alle CI-Module mit legaler Software
- SCM unterstützt Kampf gegen TV-Piraterie


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1.8.2002 22:26 
Drei Reisekanäle wollen Kabelplatz
[FPoe] Auf die Ausschreibung der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK) für die Einspeisung eines "Reisefernsehens" über einen landesweiten analogen Kabelkanal haben sich drei Anbieter beworben.

Zu den Bewerbern gehört die Euvia Travel GmbH mit "Sonnenklar.TV", die LibertyTV.com S.A. mit dem Sender "libertytv.com" und die TV Travel Shop Germany GmbH & Co. KG mit ihrem "TV Travel Shop". Die LfK-Gremien werden voraussichtlich nach der Sommerpause ihre Auswahlentscheidung treffen.

LfK -Präsident Dr. Thomas Hirschle: "Vorstand und Medienrat der LfK werden den Mediendienst auswählen, der am besten geeignet erscheint, umfassend und verbraucherorientiert zu informieren und dabei die höchste Nutzerakzeptanz verspricht. Das neue Angebot wird die badenwürttembergischen Kabelnetze und das Reiseland Baden-Württemberg aufwerten und den Medienstandort Baden-Württemberg um einen weiteren innovativen Mediendienst bereichern.“


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1.8.2002 22:25 
TV-Quoten Juli: RTL wieder vorn
[FPoe] Köln - RTL Television hat im Juli seine Spitzenposition auf dem deutschen TV-Markt ausgebaut und ist auch beim Gesamtpublikum wieder auf dem ersten Platz.

Mit einem Marktanteil von 17,6 Prozent lag der Sender bei den 14- bis 49-Jährigen klar vor ProSieben (11,3 %), SAT.1 (10,5 %), ARD (9,1 %) und ZDF (8,0 %). Beim Gesamtpublikum hat RTL mit einem Marktanteil von 14,5 Prozent den ersten Platz zurückerobert. Mit einem Plus von 1,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat rangierte RTL deutlich vor ARD (13,9 %), ZDF (13,9 %), SAT.1 (9,7 %) und ProSieben (6,7 %).

Die wichtigste Instanz der Fernsehinformation ist weiterhin die "Tagesschau": 8,83 Millionen Zuschauer (37,3% MA) sahen im Juli durchschnittlich die Hauptausgabe in den ARD-Programmen, davon allein 5,53 Millionen (22,5%) im Ersten. "RTL aktuell" kam im vergangenen Monat auf 3,37 Millionen (19,9% MA), "heute" im ZDF auf 4,52 Millionen Zuschauer (24,8%).


- TV-Quoten Juni: ARD und RTL vorn
- TV-Quoten Mai: RTL wieder vorn
- TV-Quoten März: RTL wieder vorn


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1.8.2002 20:01 
Insolvenzverfahren für KirchPayTV eröffnet
[DWeyel] BetaDigital, PayCo Holding Verwaltungs GmbH und PayCo Holding GmbH ebenfalls betroffen.

Das Amtsgericht München hat das Insolvenzverfahren für die KirchPayTV und deren Tochterfirmen eingeläutet. Somit sind die Unternehmen BetaDigital, PayCo Holding Verwaltungs GmbH und PayCo Holding GmbH & Co. KG ab sofort unter Aufsicht der Insolvenzverwalter. Für die PayCo Holding GmbH & Co. KG ist der Münchner Rechtsanwalt Kurt Bruder, als Insolvenzverwalter bestimmt worden. Für die anderen Gesellschaften wurde Joseph Füchsl, ebenfalls Rechtsanwalt aus München, bestellt.

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1.8.2002 19:44 
Neun Live mit ausgeglichenem EBITDA
[DWeyel] Transaktionsfernsehen steigert Umsatz um 61 Prozent - Nettowerbeeinnahmen gestiegen.

Der Münchner Sender Neun Live hat seinen Umsatz im 2. Quartal 2002 im Vergleich zum 1. Quartal um 61 Prozent gesteigert. Das Transaktionsfernsehen unter Leitung von Christiane zu Salm erzielte einen Umsatz von 14,09 Mio. Euro und hat somit laut eigenen Angaben erstmals ein ausgeglichenes EBITDA erzielt.

Die Nettowerbeeinnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr von 1,2 auf 2,9 Mio. Euro gestiegen. Für das zweite Halbjahr 2002 sind Umsätze von mindestens 27 Mio. Euro angepeilt. Dann könnte man im Gesamtgeschäftsjahr einen Umsatz von rund 50 Mio. Euro erzielen.


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1.8.2002 19:39 
Sieben Interessenten für KirchMedia
[DWeyel] Bislang bis zu 2,6 Milliarden Euro für das Kirch-Unternehmen geboten.

Sieben Konsortien haben Angebote für die insolvente KirchMedia abgegeben. Dies teilten Geschäftsführung und Sachwalter auf der heutigen Gläubigerversammlung in München mit. An der Versammlung im Arri-Kino haben 211 Personen als Vertreter von 507 Gläubigern teilgenommen. Die Konsortien sollen nun im Rahmen einer erweiterten Due Dilligence Einblick in die Bücher der KirchMedia bekommen. Insgesamt haben die Interessenten bisher bis zu 2,6 Milliarden Euro für den Konzern geboten.

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1.8.2002 15:55 
Heimatkanal geht heute auf Sendung
[FPoe] Ismaning - Nach drei Monaten Sendepause startet der Heimatkanal innerhalb des Premiere-Pakets heute seinen regulären Sendebetrieb.

Mit der "Musikparade" startet heute um 19.20 Uhr das Programm. Weitere Inhalte des Heimatkanals sind der klassische Heimafilm, Heimattheater und Spezialsendungen beispielsweise in Form von Konzertmitschnitten volkstümlicher Events.

Die GoldStar TV GmbH führt das früher von Premiere veranstaltete Programmformat eigenständig fort. Es wird als Pay-TV in Kombination mit dem Schlagermusikprogramm GoldStar TV über die Premiere-Plattform angeboten.

Im August werden alle Premiere Kunden für das neue Paket "Goldstar Extra" freigeschaltet. Danach sollen die Abonnenten Gelegenheit haben, im Rahmen eines Schnupperabos GoldStar Extra zusätzlich einen Monat lang kostenlos zu testen. Das reguläre Abo danach wird für drei Euro monatlich angeboten.

Veranstalter der Sender GoldStar TV und Heimatkanal ist die GoldStar TV GmbH & Co KG, die diese Programme, sowie den werbefinanzierten Radiosender Radio GoldStar in wirtschaftlich und medienrechtlich eigenständiger Verantwortung betreibt.


- Heimatkanal nimmt Sendebetrieb auf
- Heimatkanal erhält Zulassung
- Heimatkanal nimmt medienrechtliche Hürde


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1.8.2002 11:46 
Studio Universal liefert Kinomagazin an XXP TV
[FPoe] München - Der Spielfilmsender Studio Universal, eine Tochter der Universal Studios in Hollywood, zeigt sein Kinomagazin StudioZone ab 8. August beim Metropolensender XXP TV.

Damit soll der Kinotag auf XXP attraktiver gestalten werden, kündigte SPIEGEL-TV-Geschäftsführer Stefan Aust an. Moderatorin Sabrina Staubitz moderiert das Magazin StudioZone und blickt für die Zuschauer hinter die Kulissen und lockt die Stars ans Mikrofon. Darüber hinaus sind Berichte über Kino-Neustarts, Porträts und Specials sowie News aus Hollywood und DVD-Tipps fester Bestandteil jeder Sendung, die jeden zweiten Donnerstag um 22.00 Uhr auf XXP TV ausgestrahlt wird.

Außerdem präsentiert sich StudioZone zum Start auf XXP TV mit neuem On Air-Design, bei dem ein High End-Compositing-Verfahren zum Einsatz kommt, das für den Kinofilm "Spiderman" entwickelt wurde und die reale mit der virtuellen Welt perfekt kombiniert. Für die Umsetzung zeichnet die Münchner Mediendesign-Agentur reinhardtdesign.net verantwortlich.

XXP TV, das gemeinsame Metropolenprogramm von SPIEGEL TV und DCTP, ist ein Jahr nach Sendestart in den sechs Bundesländern Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Hamburg zu empfangen und erreicht rund 8 Millionen Kabelhaushalte. Digital wird XXP TV über Eutelsat Hotbird ausgestrahlt.


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1.8.2002 10:16 
Bibel TV: Sendestart am 1. Oktober
[FPoe] Bibel TV, der erste deutsche Spartenkanal, der täglich 24 Stunden christliches Programm senden wird, möchte möglichst viele Menschen mit der Bibel in Verbindung bringen und dadurch das geistliche und kulturelle Leben in Europa fördern.

Am 1. Oktober wird der neue Kanal digital auf Sendung gehen. Bereits ab September wird es ein Image-Programm geben, das über die Programminhalte von Bibel TV informiert.

Die Macher von Bibel TV haben sich viel vorgenommen: Mit unterhaltsamen Bibel-Clips und Bibel-Quiz oder anspruchsvoll mit Lesungen und Kunstbetrachtungen soll den Zuschauern die Bibel näher gebracht werden und andere Zugänge zu dem Buch eröffnen.

"Bibel TV Kino" will die Zuschauer in die Welt der Spielfilme und Fernsehfilme entführen und zeigen, wie Menschen zu unterschiedlichen Zeiten Ihren Glauben gelebt haben. Darüber hinaus präsentiert Bibel TV Konzerte, Musiksendungen, Events, Musikclips und Künstlerportraits. Unter dem Label "Bibel TV Sternchen" gibt es ein Kinderprogramm, in dem Geschichten und Aussagen der Bibel, modern umgesetzt und mit Spaß und Spannung erzählt werden sollen.

Hier die Empfangsparameter:
Astra 2C, 19,2° Ost
10.832 GHz horizontal
Symbolrate: 22.000
FEC: 5/6


- Bibel TV: Sendestart im Oktober
- HAM gibt grünes Licht für Bibel TV
- KEK genehmigt Bibel TV


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1.8.2002 7:46 
B.TV Krise durch Satelliten-Verbreitung?
[FPoe] Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) sieht den Grund der B.TV-Pleite in den hohen Kosten der Satellitenverbreitung.

Die Verbreitung des Programms über ASTRA war eine eigene unternehmerische Entscheidung von B.TV, die sich als zu riskant und nicht finanzierbar erwiesen habe. "Dies ist umso bedauerlicher, als damit auch die beiden früher, von der LFK ausgeschriebenen, lizenzierten und gut gestarteten Ballungsraumsender DRF TV in Baden und B.TV Württemberg in Mitleidenschaft gezogen werden", so Dr. Thomas Hirschle, Präsident der LfK.

Nach wie vor geht die LfK nun davon aus, dass Regionalfernsehen in Baden-Württemberg erfolgreich am Markt operieren könne. Dies würden die langjährigen guten Erfahrungen mit RNF und R.TV und auch die gut gestarteten neuen Stationen FR TV und Euro 3 zeigen. "Wir warten nun auf die Gespräche mit dem Insolvenzverwalter. Sollte der Betrieb nicht fortgesetzt werden können, so werden wir die beiden Ballungsräume Stuttgart und Karlsruhe zeitnah neu ausschreiben, denn das Interesse ist groß!", so Thomas Hirschle.

Die LFK will im Sommer ihr Regionalsenderkonzept auf der neuen Basis fortentwickeln, insbesondere wird es darum gehen, Synergien und gemeinsame Vermarktungsmöglichkeiten der baden-württembergischen Veranstalter besser zu nutzen.


- B.TV ist pleite
- B.TV: Lizenzentzug in Niedersachsen?
- B.TV an Kirchs Lokalsendern interessiert


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